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Interview

Was zeichnet Sie als Coach aus?

Es ist Teil meines Könnens, die tieferen Zusammenhänge im Leben zu erkennen und auch dem Coachee bewusst zu machen.
Synchronizitäten und Dichotomien zwischen seinem Denken, Fühlen und Handeln, seinen Erlebnissen, Problemen oder Zielen zu erkennen und lernen, alle Aspekte in sein Persönlichkeitsbild zu integrieren.
Dabei greife ich nicht nur auf mein fachliches Wissen zurück, sondern nutze zusätzlich meine ausgeprägte intuitive Begabung.
Die Auseinandersetzung mit dem Schatten, d. h. dessen Integration, stellt einen wichtigen und unabdingbaren Schritt auf dem Weg zur Ganzwerdung oder Individuation der Persönlichkeit dar.
Ich coache systemisch und ganzheitlich. Ich leite den Coachee an, die für ihn richtigen Antworten selbst zu finden.
Dabei führe ich ihn respektvoll und mit Empathie, aber manchmal auch provokativ bis zielorientiert durch den Prozess. Spaß und Humor dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.

Wie gehen Sie in Gruppen Coachings vor?

Vor jedem Seminar erstelle ich eine Bedarfsanalyse. Gibt es Spannungen im Team? Wo liegen die Probleme? Was soll mit dem Seminar erreicht werden? Diese Fragen beantworten der Kunde und ich gemeinsam. Soft Skill-Themen wie die Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten, Sozialkompetenz, oder die heute oft erwähnte emotionale Intelligenz sind Themen, die im weitesten Sinne bereits von C.G. Jung als Verhaltenspräferenzen geschildert wurden. Interessanterweise kann man unser Verhalten messbaren Typologien zuordnen. Um herauszufinden, wer was ist benutzen wir unterstützende Tools. Jeder Teilnehmer bekommt seine ganz persönliche Potenzialanalyse. Der nächste Schritt ist je nach Seminar oder Coaching-Inhalt themenspezifisch unterschiedlich. Was immer im Mittelpunkt steht, ist die unmittelbare praktische Anwendbarkeit im Alltag. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass die Erkenntnisse nicht theoretisch bleiben. Und egal, ob es ein Einzelcoaching oder ein Führungskräftetraining ist, die Teilnehmer gehen mit ausgearbeiteten Strategien nach Hause, die sie unmittelbar in ihrem Arbeitsleben anwenden können. Vom Seminarstil her versuchen wir, so viel wie möglich die Themen des realen Arbeitsplatzes, also auch eventuell Probleme oder Spannungen, zu integrieren. Darüber hinaus gibt es praktische Übungen, die sowohl in der Reflexion im Alleingang, als auch in dynamischen Gruppenarbeiten durchgeführt werden.

Sie führen auch Top Executive Coachings durch. Ist der Bedarf so groß?

Ja. Führungskräfte brauchen dringend Unterstützung hinsichtlich ihrer Soft Skill-Potenziale. Es ist nämlich „lonely at the top”, das heißt, Führungskräfte werden kaum mehr in den Soft Skills unterstützt, ihre Belange werden nicht mehr reflektiert. Darum stößt das Thema „Wie motiviere ich mich selbst und andere” auf größtes Interesse. Hier fördern wir die Motivations- und Kommunikationskompetenz.

Was machen die Führungskräfte aus so einer Erkenntnis?

Sie begreifen, dass beispielsweise motivation über Integration und Führung durch soziale Intelligenz sowohl ihre eigene Position absichert als auch effizientere Teamarbeit ermöglicht.

In Ihren Führungskräfteseminaren ist viel von Stress und Anti-Stress die Rede, was meinen Sie damit?

Bei den hohen Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt ist das Thema „Umgang mit Stress” besonders wichtig. Stress durch Sport treiben oder Schokolade essen abzubauen, zielt nur auf die Symptome, nicht auf die Ursachen. In meinen Coachings und Seminaren geht es u. a. um Ursachenforschung und um den Umgang mit erkanntem Stress. Dabei ist übrigens ein hoher Arbeitsaufwand allein noch kein Stressfaktor. Großen Stress hingegen verursacht uns oft der Umgang mit vielen Menschen, die anders „ticken”, anders „funktionieren” als wir selbst. Uns darauf einzustellen fällt schwer, es erzeugt unter Umständen Spannungen. Die Erkenntnis darüber, welcher Art meine persönlichen Stresssymptome sind, bildet die Grundlage dafür, Lösungen anzugehen und Stress abzubauen. Genauso gehe ich in meinen Seminaren vor. Unterschätzt werden übrigens auch kommunikative Probleme in der Arbeitswelt. So wird beispielsweise ein introvertierter Analytiker mit einer Gründlichkeit vorgehen, die anderen übertrieben vorkommt, und der extrovertierte Macher fühlt sich von anderen schnell gebremst. Das bedeutet oft Stress in der Interaktion.

Wie knackt man solche „Unverträglichkeiten”?

Durch Akzeptanz. Die unterschiedlichen Verhaltensmuster sind durch eine Typologienlehre des Psychoanalytikers C.G. Jung eingrenzbar gemacht worden. Man lernt in meinen Seminaren, die Verhaltensmuster zu erkennen, ohne sie zu bewerten. Jeder Typus hat nämlich Stärken und Schwächen. Dabei ist der alte Spruch „Behandle den anderen so, wie du behandelt werden möchtest” falsch. Richtig ist „Behandle den anderen so, wie er behandelt werden möchte” Ich sollte mich auf einen anderen Menschen angemessen einstellen.

Wann wirken Trainings nicht?

Viele Vorgesetzte überschätzen den Trainingsbereich und seine Möglichkeiten. Menschen kann man nicht grundlegend verändern. Ich bin immer wieder überrascht, dass manche Vorgesetzte meinen nach zwei Seminartagen wäre ein an sich zurückhaltender Mitarbeiter plötzlich ein „skillful presenter”. Hier würde ich immer empfehlen, diesen Mensch auf Grund seiner Potenziale in Bereichen einzusetzen, die analytische Fähigkeiten erfordern und ihm so gemäßer sind. Dann wird er erfolgreich sein. Durch Trainings kann man Wahrnehmung verändern und Toleranz fördern. Und wenn ein Wille da ist, sind in der Tat Berge zu bewegen. In 2- oder 3-Tagesseminaren schafft man Wahrnehmungsveränderung und Motivation, man kann Kommunikationsstrategien verbessern und Tools für das Arbeiten im täglichen Leben bereitstellen. Aber reale unterstützende Maßnahmen, beispielsweise für Stresssituationen, und vor allem tiefgreifende Verhaltensänderungen, schafft man nur durch intensiveres Coaching, was einige meiner Kunden sich auch gönnen.

Es gibt wohl bei unterschiedlichen Anbietern von Trainingstools unterschiedliche Definitionen. Welchem Typus sind Sie selbst zuzuordnen?

Bei Insights bin ich Motivator, was man auch unschwer in den Seminaren erkennt. Bei Myers Briggs bin ich zum Beispiel ENTJ und bei DISC der „rote D-Typ”. Jedenfalls sind immer jede Menge dynamische und motivierende Aspekte dabei. Ein schönes Feedback von trainingsmüden Teilnehmern ist für mich immer, wenn sie mir sagen, dass sie acht Stunden sehr aufmerksam und nie gelangweilt waren. Ein Hilfsmittel zur Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit ist für mich, spannende kleine Geschichten zu erzählen, die ich in zahlreichen internationalen Unternehmen erlebt habe und mit denen ich die Seminare „garnieren” kann. Das internationale Flair gefällt den Teilnehmern, das ist bunt und lebendig und fördert das interkulturelle Denken. Für mich persönlich ist es aber ein großes Ziel, jeden einzelnen Seminarteilnehmer mit ins Boot zu holen. Auch der eher introvertierte, analytische „Beobachter” soll aufgrund der Vermittlung von Fachkenntnissen zufrieden sein.

Gibt es irgendwo funktionierende Verhältnisse, von denen wir lernen können?

Wir haben uns in unserem modernen Leben erstaunlich weit von der Natur entfernt. Dabei kann man so viel von ihr lernen. Wir bieten zum Beispiel ein Führungskräfteseminar an, das ganz entscheidend dadurch bereichert wird, dass wir das Verhalten von Wolfsrudeln studieren. Gerade was Teamführung angeht, gibt es hier den idealen Lern-Transfer von Verhältnissen in der Natur ins Seminar hinein. Überhaupt kann man hinsichtlich vieler sozialer Grundverhaltensweisen bei Wölfen ganz erstaunliche Ähnlichkeiten zu menschlichem Verhalten entdecken. Wir spiegeln dann gemeinsam mit den Seminarteilnehmern die Verhältnisse. Die praktischen Studien machen wir im Lobo-Park in Andalusien. Dort arbeiten Experten, die lange als Unternehmensberater tätig waren, seit vielen Jahren mit zwei Wolfsrudeln. Das ist äußerst spannend und, soweit ich weiß, in dieser Form auch einzigartig. Warum sind Wölfe beispielsweise nie ausgestorben, obwohl sie oft gnadenlos gejagt wurden? Weil sie ein strategisch perfektes Teamverhalten an den Tag legen. Die Hackordnung ist absolut klar und alles geschieht zum Wohle der Gruppe. Es gibt vorbildliche und nachvollziehbare Wege zum gemeinschaftlichen Erfolg. Der Alpha-Wolf führt das Rudel, meist gemeinsam mit seiner Partnerin. Alle Beta-Wölfe haben gemeinsame Ziele und Aufgaben, in denen sie sich bewähren können, und dann gibt es noch den rangniedrigsten Omega-Wolf, an dem die anderen Aggressionen ablassen. Für unsere Vorstellung von Zusammenleben sicher keine angenehme Position, aber das Spannende ist: Die Ordnung ändert sich aufgrund von Leistung. Der Omega-Wolf kann sich „hocharbeiten” und sogar der Alpha-Wolf behält seine Position nur, wenn er sie auch ausfüllt. Ein tiefer Fall ist ebenso möglich wie ein rasanter Aufstieg. Nur die Beta-Wölfe leben relativ sicher auf ihrem Niveau. Interessant, nicht?

Sind die Erfolge spürbar? Was bekommen Sie davon mit?

Unmittelbar messbar sind Erfolge von Verkaufstrainings. Hier sind klare Zielvorgaben zu erreichen. Das Thema Führungskräftetraining, auf das ich mich besonders spezialisiert habe, ist nicht in Zahlen messbar. Aber was eine gut gecoachte Führungskraft an zusätzlicher Mitarbeitermotivation, Balancierung in Stresssituationen und strategischem Einsetzen von Mitarbeitern je nach Potenzial, erreichen kann, ist unbezahlbar. Was bci – best connection international messen kann, ist die außergewöhnliche Kundentreue. Wer schon mal Kunde war, wird es wieder.